Der Nase nach

28 04 2009

Ich spaziere durch Berlin, die Sonne prasselt auf den großen, beinahe menschenleeren Platz herunter, die Luft flimmert und alle Geräusche erscheinen unwirklich und weit weg. Und plötzlich, von einer Sekunde auf die andere, bin ich wieder zwölf Jahre alt, liege in der Laube im Garten meiner Großeltern und verstecke mich im Schatten vor schwüler Sommerluft, der Welt und der unvermeidlichen Mast.

Ich habe dich ewig nicht gesehen. Nicht mit dir gesprochen. Sogar kaum über dich gesprochen. Ich denke nicht an dich. Doch mit einem Mal stehst du neben mir und mein Kopf lehnt vertraut an deiner Schulter. Nicht wirklich zwar, aber es fühlt sich so an, greifbar nah, und ich kann nicht anders als mich umzudrehen. Du bist nirgends zu sehen und ich gehe lächelnd weiter.

Nach einer langen Nacht, auf dem Heimweg. Die Ohren summen noch von der Musik, der ganze Körper ist auf angenehme Weise erschöpft, ein leichter Windstoß fährt durch meine verschwitzten Haare und lässt mich kurz frösteln. Ich atme tief durch und stehe auf einmal am Meer, im Meer, im Wind, und die Wellen brechen sich zu meinen Füßen.

 

Es heißt, dass die Erinnerungen, die mit dem Geruchssinn verknüpft sind, am tiefsten im Gehirn wurzeln. Den Rest des Beitrags lesen »





Selbstverständlichkeiten

27 04 2009

Die Begeisterungsspanne der meisten Menschen, die mir so über den Weg laufen, ist eher kurz. Man freut sich zwar über etwas Neues, über etwas, das man erreicht hat, eine Verbesserung, eine Überraschung… doch nach einer Weile nimmt man das einstmals Faszinierende als selbstverständlich hin, rechnet fest mit seinem Vorhandensein und beschwert sich stattdessen mit Vergnügen über alles, was man nicht hat. Noch nicht. Oder nicht mehr. Oder einfach gerade nicht. Den Rest des Beitrags lesen »





Paradox?

24 04 2009

Ich hab es schon so oft gesagt, betone es aber gern nochmal: Was das Bloggen angeht, so besteht in meinem Fall häufig eine Antiproportionalität zwischen Muse und Muße. Den Rest des Beitrags lesen »





Hart, aber nicht hart genug

22 04 2009

Harte Melancholie auf den Ohren, hartes Pflaster unter den Füßen, Schritt für Schritt durch das Labyrinth der Großstadt und das eines Urnenfriedhofs. Den Rest des Beitrags lesen »





Sex in der U-Bahn

20 04 2009

Gestern auf dem Weg zum Tanzen stand da im unwirklich schönen Sonnenlicht im unwirklich stillen Berlin vor einem Haus eine unscheinbare Kiste voller Bücher. Den Rest des Beitrags lesen »





Elan

18 04 2009

Manchmal bekomme ich ein bisschen Angst vor mir selbst. Unter anderem dann, wenn ich mich zu Unternehmungen überreden lasse entschließe, die ich mir eigentlich nur halb zutraue. Sowas hier beispielsweise. Den Rest des Beitrags lesen »





Lust und Leid

17 04 2009

Schöne Dinge sind gern auch mal mit etwas Schmerz verbunden. Den Rest des Beitrags lesen »





Über den Reiz und die Anstrengung des Nichtstuns

15 04 2009

Nichtstun ist eine sehr komplexe und ungeheuer diffizile Tätigkeit, für die man selten im richtigen Moment Zeit hat. Den Rest des Beitrags lesen »





Kurzer Zwischenstopp

13 04 2009

…auf dem Boden der Tatsachen. Den Rest des Beitrags lesen »





Mehr Frühlingsgefühlsrotze

11 04 2009

Es gibt Dinge, die mag man oft gemacht haben, aber man vergisst oder verlernt sie trotzdem. Kurvendiskussionen zum Beispiel. Den Rest des Beitrags lesen »