Freitag. Um nicht darüber nachzudenken, wo ich jetzt eigentlich sein sollte (irgendwo in Schweden nämlich), habe ich mich mit Freuden von meinen Eltern ausführen lassen, zu unserem Stammitaliener.
Dort ist es nicht nur immer lecker, nein, es bereitet mir auch Vergnügen, mich ein bisschen von den Kellnern hofieren zu lassen, insbesondere nach der einjährigen „Dienstleistung? Was ist das?“-Phase in Norwegen. Zwischen den Gängen habe ich aus meinem Reisetagebuch vorgelesen, so dass nun beide bestens über die Rückreise und ansatzweise über den Schwedentrip im Bilde sind.
Um das Verwöhnprogramm abzurunden, werde ich außerdem in meinem früheren Zimmer übernachten und mir morgen ein hervorragendes Frühstück mit frischen Bäckerbrötchen servieren lassen. Und mit dicker Zeitung.
Und das ist auch schon das nächste Stichwort. Wenn man sich schon im mittlerweile ja nicht mehr ganz neuen Internetzeitalter den Luxus eines täglich gelieferten Printmediums leistet, möchte man doch zumindest, dass dieses das Haus in unversehrtem Zustand erreicht. Das war bei meinem Vater anscheinend in letzter Zeit nicht immer der Fall. Statt im Briefkasten landete die Zeitung nämlich neuerdings auf der Treppe – und damit mitunter auch im Regen. Heute Morgen jedoch konnte die Mama vom Bett aus ein erleichtertes „Aha!“ der Zeitungsausträgerin vernehmen, welcher es offensichtlich gelungen war, den Briefkasten zu öffnen und das Druckwerk hineinzuwerfen. Ein Wunder! Oder doch nicht? Wie sich herausstellte, lag es nicht an einer plötzlichen Eingebung oder daran, dass der IQ mancher Menschen über Nacht spontan sprunghaft ansteigt, nein, es lag daran, dass mein Papa endlich mal bei der Zeitung angerufen und den Briefkastenmechanismus erklärt hatte. Er hatte ihnen erklären müssen, wie man einen Briefkasten öffnet!!!
Wohin soll das noch führen? Was wird aus unserer Welt? Wann hören wir auf, überhaupt von Angesicht zu Angesicht miteinander zu kommunizieren?
Schickt bitte zur Sicherheit Kopien aller Briefe und Postkarten per E-Mail!



Mal wider mit viel! philosophischem Tiefgang, zu viel an einem Sonntag mit sowenig schlaf, drum bleiben mir die Sinnfollen Gedanken weg, also Spruch des Tages:
Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens! (F.v.Schiller)
Die Gewöhnung an Ironie ebenso wie die an Sarkasmus verdirbt übrigens den Charakter. (Friedrich Nietzsche)
aja, wenn dir der so gefällt, der hat auch gesagt:
Frau: eine Falle der Natur. (Friedrich Nietzsche)
Nee, bin eigentlich kein Nietzschefreund. Aber hatte grad Zitatspaß. Und seine sind gut. Schnapp!
Die Gewöhnung an Ironie ebenso wie die an Sarkasmus verdirbt übrigens den Charakter. (Friedrich Nietzsche)
Juhu ein Zitat zum sich merken.
Der mit dem verdorbenen Charakter
[...] habe ich in einem fremden Blog ein Zitat von Fredy [...]